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Essen, Wohnen, Reisen – das sind die Tipps


1.05.2022

Fleischkonsum herunterfahren

Mit rund einem Drittel trägt die Ernährung einen grossen Beitrag zur Gesamtumweltbelastung bei. Von allen Lebensmitteln, die in der Schweiz auf den Teller gelangen, belasten Fleisch und Milchprodukte die Umwelt am stärksten. Tierische Produkte sind besonders energie- und ressourcenintensiv in Herstellung und Verarbeitung. Fleisch ist auch ein ineffizientes Lebensmittel, denn über die Nahrungskette (Futtermittel–Tier– Mensch) gehen Kalorien verloren, da das Tier einen Teil der Kalorien für Wachstum und Lebenserhaltung braucht. Halb so viel Fleischkonsum senkt die Umweltbelastung um 75%.

Elektrolux

Lebensmittelabfälle vermeiden

In der Schweiz nehmen Lebensmittelabfälle zu. Untersuche zeigen: Pro Person und Jahr landen 90 kg im Kehricht. Der grösste Teil der entsorgten Lebensmittel wäre aber durchaus noch geniessbar. Dies entspricht 25 Prozent der Umweltbelastung innerhalb der Kategorie Ernährung. Zur Einordnung: Folgende Lebensmittel belasten, wenn verschwendet, die Umwelt am meisten: Platz 1 Rindfleisch, dann in absteigender Folge Brot und Backwaren, Frischgemüse und Früchte, Kaffee und Kakao. Werden diese nicht vergeudet, reduziert man ebenfalls den persönlichen Fussabdruck.

Waschtemperatur senken

Gefolgt von der Ernährung, macht der Bereich Wohnen 24% der Umweltbelastung aus. Dabei ist der Energiesektor mit 56% Anteil der grösste Umweltsünder. Eine Sparvariante stellt die Reduktion der Waschtemperaturen dar. Der Grossteil des Energieaufwands beim Waschen fällt durch die Wassererhitzung an. Bei vier Waschgängen pro Woche und einer Senkung der Waschtemperatur um 10 °C kann im Jahr bereits etwa 200 kWh an Energie eingespart werden. Mit der gleichen Menge an Energie könnte mit einem Elektroauto eine Distanz von rund 1500 km zurückgelegt werden.
    

Aargauische Kantonalbank

Heiztemperatur senken

Eine gute Wärmedämmung und ein umweltschonendes Heizsystem sind natürlich Massnahmen mit der ganz grossen Hebelwirkung. Doch Umweltschutz geht auch ohne Grossinvestitionen, dafür mit reduzierten Heiztemperaturen. Schon ein Grad minus in der Wohnung ist eine beachtliche Ersparnis. Der Energiebedarf verringert sich um 6%. Bei einer Wohnungsfläche von 46 m2 und einer Senkung um 2  °C der Heiztemperatur können rund 600 kWh Energie eingespart werden pro Jahr. Das entspricht ca. 4000 km im E-Auto auf der Basis Schweizer Strommix.

Fahrverhalten reflektieren

12% der Umweltbelastung geht auf Mobilität zurück. Klar ist, wer ganz aufs Auto verzichtet, verhält sich am grünsten. Neben der Antriebsart von Fahrzeugen sind für die Bemessung der Umweltbelastung auch Herstellung, Entsorgung und die zurückgelegte Distanz relevant. Die Forschung zeigt: E-Autos sind erst nach 25 000 km grüner als Benziner (Basis Mittelklassewagen und Aufladung mit Schweizer Strommix). Ein E-Auto, das 10 000 km zurücklegt, hat eine 9-mal höhere Umweltbelastung als ein Benziner, der 1000 km macht.